TEXTE

 

 

 

memento vitri abbatiæque

wadgasser bildtexte

 

Das neue Buch mit Bildern und Texten, die sich von der romantisch-zerfallenden Schönheit der Ruine der ehemaligen Wadgasser Cristallfabrik hat inspirieren lassen, die ja immer auch heute noch sichtbar auf die frühere Anwesenheit des großen Prämonstratenserklosters verweist, versucht Stimmungsbilder im wahrsten Wortsinn zu geben.

Die 24 Texte haben sich demnach inspirieren lassen von ebensovielen Photographien, die im Sommer 2011 im ehemaligen Hüttengebäude entstanden sind.

 

memento vitri abbatiæque. wadgasser bildtexte. Wadgassen: Selbstverlag, 2011

 

Neue Buchveröffentlichung in der
moselfränkischen Mundart von Wadgassen

Unter dem Titel 'Annaschda' (='Anders') habe ich Ende 2010 eine Sammlung von Texten in der moselfränkischen Mundart von Wadgassen vorgelegt. Begleitet wird die Veröffentlichung von Photographien, die ich selber in der näheren und weiteren Umgebung aufgenommen habe. 'Wargasser Glas' - einer der ebenfalls in diesem Buch versammelten Texte wurde beim Wettbewerb 'Saarländischer Mundartpreis 2009' mit der Auszeichnung in Silber in der Kategorie Lyrik ausgezeichnet

 

Die Titel der Texte

Kichendisch I | Kää Luschd | Hinnam Ooven | Rootsoolich | Gruuwenschääden | Inn de näkschd Wuch | Gruuwensenkungen | Fuatt | Die gudd Tass Kaffee | Plätzja | Da herbschd iss dòò | Die Flämm | Uff da Gass | Vum Simmelieren | Wääschde Watt? | November | Uwwerasch | Da Kloschdahaas | De Koowen | Et Reent | Oschdakrach | Annaschda | Wargasser Glaas | Kichendisch II - De Zeit am Kichendisch | Saarbrikker Friehling

Annaschda. Texte in der moselfränkischen Mundart von Wadgassen. Wadgassen: Selbstverlag, 2010

 

Vorbemerkung zu diesem neuen Buch

Aufgewachsen mit der speziellen Mundart Wadgassens, die sich an der Grenze zum Rheinfränkischen ihre grundsätzliche moselfränkische Ausrichtung bis heute bewahrt hat, habe ich erst nach dem Literaturstudium und zahlreichen Aufenthalten in Österreich meine Mutter- und Großmuttersprache neu schätzen und lieben gelernt und dann auch wieder neu entdeckt. Inspiriert durch die großartigen Mundart-Texte von Alfred Gulden ergaben sich zuerst Alltagsreflexionen, ideen für durchgespielte Dialoge, diemansich so im Dialekt hätte vorstellen können.

Faszinierend die Tatsache, daß die ‘Das-datt-Linie’ genau an der Grenze der heutigen GemeindeWadgassen zuVölklingen entlangläuft - ein schöner Hinweis darauf, daß hier sichtbar wird, wie die alten Grenzen der Wadgasser Abtei sich sprachlich bis heute fortsetzen und hörbar sind.

DieWadgasser Mundart ist mit ihren vielen Ausdrücken und Wendungen ein gemischtes Sprachbecken mit rheinfränkischen Elementen. Auf einer Karte aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts lesen wir den Namen‘Wargassen’ und werden sofort bestätigt darin, daß die , denn in der Mundart Wadgassens wird der Ortsname bis heute Wargassen ausgesprochen! Viele der Ausdrücke und Wendungen habe ich aus der Erinnerung an das Sprechen meiner Großmutter hervorgeholt. manches Wort, das die Großeltern noch gebraucht haben, ist bereits aus dem alltäglichen Sprachgebrauch verloren gegangen. Sprache ist etwas Lebendiges und verändert sich ständig. Mit dem Fortgang der alten Sprecher Leit vòa zwaaihunnertfuffzich Jòar aach schunn soo geschwätzt hann wie mia heit überwiegen die Sprachformen der jüngeren Bewohner Wadgassens, die ja nicht mehr wie früher im Dorf bleiben, sondern z.B. in Saarbrücken oder sonstwo arbeiten, womanja bereits ganz schwätzt.

Wennin diesem kleinenBuchmitdemTitel ‘Annaschda’ versucht wird, auch einige der älteren Mundart-Ausdrücke festzuhalten, so geschieht das nicht, um zu bewahren und zu konservieren, sondern auch in dem Bewußtsein, daß diese Wendungen immer noch verstanden werden, wenn sie auch bei vielen nicht mehr zur Alltagssprache gehören. Wenn dieses Buch es schafft, daßmansich öfter und gerne wieder mit der eigenen Mundart auseinander setzt und auch ältere Ausdrücke wieder verwendet, so hat es seinen Zweck erfüllt, Beispiele für die Mundart Wadgassens festzuhalten. Der Text wurde Im Jahre 2009 mitdem Saarländischen Mundartpreis in Silber in der Kategorie ‘Lyrik’ ausgezeichnet.

Patrik H. Feltes

gegeben zu Wadgassen, amTage des seligen DavidvonHimmerod (11.Dezember2010)

 

Textbeispiel aus dem Buch

'Warghasser Glas' wurde 2009 ausgezeichnet mit dem Saarländischen Mundartpreis in Silber der Kategorie Lyrik. Ein Click auf das nachfolgende Glasmotiv verbindet mit dem prämierten Text.

 

Wargasser Glass

 

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www.wadegotia.info

Patrik H. Feltes, M.A. [p.feltes@wadegotia.info]